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Grundschule Filderstadt-Bonlanden
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Schulhund

Zu unserem Team gehört auch Kate, unser Schulhund – eine Husky-Mix-Hündin.

Als ich das erste Mal vor vielen Jahren in meiner früheren Tätigkeit als Lehrbeauftragte an einer Schule eine Unterrichtsstunde im Beisein eines Schulhundes sehen konnte, hat mich das tief und nachhaltig beeindruckt.

Der Gedanke an einen Schulhund ließ mich nicht mehr los - umso glücklicher bin ich, dass Kate, mein Hund, den ich seit 2016 habe, hier an unserer Schule Schulhund sein kann.

Im Folgenden möchte ich Ihnen ein paar Informationen zum Thema „Schulhund“ geben.

Warum Schulhund?

An immer mehr Schulen gibt es „Lehrer*innen auf vier Pfoten“. Worin liegt dies begründet? Es sind vor allem pädagogische Ziele, die im Vordergrund stehen; daneben sind durchaus auch Wirkungen in anderen Bereichen festzustellen:

Der Einsatz von Hunden in der Pädagogik führt bei den Schüler*innen zur        (vgl. www.tierisch-gute-schule.de):

*        Stärkung der Persönlichkeit und des Selbstwertgefühls

*        Steigerung der Lernmotivation, Eigeninitiative und Konzentration

*        Verbesserung des sprachlichen Ausdrucks

*        Erweiterung der kognitiven, motorischen und sensomotorisch-perzeptiven Fähigkeiten

*        Förderung der emotionalen und sozialen Intelligenz

*        Oxytocin-Ausschüttung (Wohlfühlhormon) und Stressreduktion

*        Verringerung von Schulängsten

*        Aufhebung von Einsamkeit und Isolation

*        sowie zum achtsamen, respektvollen Umgang mit der Natur und seinen Geschöpfen

Voraussetzungen eines Hundes für die Tätigkeit als Schulhund

Nicht jeder Hund ist für den Einsatz als Schulhund geeignet. Für den Einsatz in der Schule müssen Hunde bestimmte Voraussetzungen  mitbringen. Kate wurden glücklicherweise Charaktereigenschaften wie große innere Sicherheit, Interesse an Menschen, Sensibilität gegenüber Stimmungen, Bereitschaft zu einem Grundgehorsam und eine hohe Stressresistenz gegenüber Umweltstress in die Wiege bzw. ins Hundekörbchen gelegt. Das alles sind sehr wichtige Punkte, vor allem auch beim Zusammenkommen mit jüngeren Kindern.

In Übungsstunden mit der Hundetrainerin genoss sie eine Grundausbildung (auch Hunde brauchen eine gute Erziehung). Danach folgte eine erfolgreiche Spezialisierung als Besuchs- und Therapiehund. Damit erfüllt sie die Voraussetzungen für die Tätigkeit als Schulhund gegeben.

Kates Vita – ihr Leben

Kates Karriere bzw. Leben verlief nicht immer ganz glatt. Noch bevor sie ein Jahr alt war, kam sie im Junghundealter über Umwege von Irland ins Filderstädter Tierheim. Zum Glück hatte sie in ihrem vorherigen Leben keine schlechten Erfahrungen gemacht, so dass sie sich als freundlichen, absolut vertrauensseligen Hund zeigte. Allein mit Befehlen kannte sie sich noch fast gar nicht aus. So ging es, wie schon erwähnt, dann erstmal mit Trainingsstunden mit der Hundetrainerin los. Da machte die lernfreudige Kate auch ganz schnell Fortschritte. Ziemlich schnell fand Kate auch Gefallen an „agility“. Das ist ein Hundesport mit einem Parcours (z.B. Wippe, Laufsteg, Tunnel, Reifen). Mit diesen Voraussetzungen schaffte sie dann auch ganz locker die Aufnahmeprüfung für die Ausbildung zum Besuchs- und Therapiehund, die sie mit Erfolg absolvierte. Und so kam es schließlich dazu, dass sie nun freudig ihre Dienste in der Grundschule Bonlanden verrichtet.

Kates Einsatzbereich

Kates Job kann ganz unterschiedlich aussehen:

Auf Wunsch bzw. Anfrage der Lehrer*innen oder der Schüler*innen kommt sie gerne zu Besuch in die Klassen. Dort wird sie immer schon ganz ungeduldig von den Kindern erwartet.

Thema ist dann in der Regel das Thema „Hund“ in all seinen Facetten. Ganz häufig bewirkt es einen „Aha-Effekt“, wenn die Kinder erkennen, was es an Verantwortung bedeutet, einen Hund als Haustier zu haben. Auch etwas über die besonderen Eigenschaften eines Hundes bzw. der Hunderassen zu lernen, ist sehr beeindruckend für die Schüler*innen.

Daneben leistet sie gelegentlich Schüler*innen bei der Lese- und Schreibförderung oder bei der Sprachförderung Gesellschaft und unterstützt sie beim Lernen. Es gibt unendlich viele Themen, die mit Hilfe von Kate erarbeitet und sehr anschaulich vermittelt werden können.

Außerdem kann sie ihr Frauchen in Vertretungsstunden begleiten.

Die Erfahrungen von Kates Unterrichtseinsätzen sind sehr positiv. Die Kinder verhalten sich sehr rücksichtsvoll Kate gegenüber, arbeiten daher sehr ruhig; sie schulen ihre Körperwahrnehmung; hibbelige Kinder können ruhiger, schüchterne Kinder mutiger werden … 

Voraussetzung bei allen Unterrichtseinsätzen ist, dass die Kinder vorab in die Umgangs- und Verhaltensregeln mit dem Schulhund eingeführt wurden und das Einverständnis der Eltern vorliegt (siehe auch „Zum guten Schluss“).

Zum guten Schluss

Bei all der Freude, die Kate und die Kinder haben: Der Schutz des Tieres sowie die Sicherheit und das Wohl der Kinder stehen gleichsam an erster Stelle!

Das heißt: Sollte sich Kate bei ihrer „Arbeit“ in der Klasse gestresst fühlen, so wird sie aus dieser Situation herausgenommen.

Auf Schüler*innen, die Ängste gegenüber Kate haben, wird besonders Rücksicht genommen. Von diesen wird Kate ferngehalten, bis diese den Wunsch äußern, dem Hund näher kommen zu wollen. Meistens lassen die Ängste schnell nach. Kinder mit Allergien werden vor dem Kontakt mit Kate geschützt. Auch hier ist besondere Vorsicht angesagt.

Letztendlich kommt ein Kontakt der Kinder mit Kate nur dann zustande, wenn die Eltern ihr schriftliches Einverständnis gegeben haben.

Claudia Bubeck

Grundschule Bonlanden | Mahlestraße 14 | 70794 Filderstadt | Telefon: 0711 67452210
Letzte Änderung: Freitag, 24.04.2020   |   Erstellt von TYPO3-Beratung.com, Nürtingen/Filderstadt